Die große Reise

🇺🇸🇬🇧

Aus verschiedenen Gründen habe ich mich in letzter Zeit vermehrt mit meinem Auslandsjahr beschäftigt; ich habe Tipps gegeben, mit Freunden aus dieser Zeit geredet und in Erinnerungen geschwelgt. Jedes Mal, wenn ich mich mit meinen Abenteuern beschäftige bin ich dankbar – dankbar mir selbst gegenüber, dass ich diesen Schritt gewagt habe.

Die Idee einer großen Reise (the Grand Tour) ist tatsächlich schon ziemlich alt; alles begann Mitte des 17. Jahrhunderts in England. Wohlhabende junge Männer – und manchmal auch Frauen – wurden ausgesandt um Europa zu erkunden und ihre Ausbildung durch den Eindruck von anderen Kulturen und Geschichten abzuschließen. Sie sollten die großen Künstler bewundern, Abenteuer erleben, essen, trinken,… kurzum sie sollten das Leben in vollen Zügen genießen und mal richtig auf die Scheiße hauen.

Meiner Meinung nach sollte jeder, der auch nur das leiseste Kribbeln von Reisefieber hat, seine eigene große Reise machen. Damals wie heute ist natürlich Geld ein Problem; ich zum Beispiel bin Au Pair geworden, weil es für mich der erschwinglichste Weg war und ich habe all mein Gespartes restlos auf den Kopf gehauen. Ich wusste ja, dass ich danach studieren wollte und ob ich nun ein Jahr eher oder früher arm war, war mir dann auch egal. Jeder Cent hat sich gelohnt. Wenn Du sagst das Geld ist nicht das Problem, aber die Zeit, dann teile deine Tour halt auf. Wer sagt, dass sie nicht über mehrere Jahre gehen kann, immer mal wieder ein Stück? Hol dir eine Weltkarte und klapper alles ab, was geht und dich interessiert.

Ein Auslandsaufenthalt ist Luxus, ja. Aber es ist eine Erfahrung, die dir nichts anderes geben kann, denn man lernt sich selbst noch einmal komplett neu kennen. Auch wenn man nach ein paar Wochen abbricht, weil man es nicht aushält, hat man doch eine wundervolle Erfahrung gemacht. Du lernst, was du aushalten kannst und was nicht. Auswandern, auch wenn nur für begrenzte Zeit, ist eine Grenzerfahrung, die dich erkennen lässt was in dir steckt. Du bist dir immer noch nicht sicher? Nun ja, es ist ja nichts dabei, falls es schief geht. Was passiert denn wenn du eher wieder da bist? Dann gehst du halt eher arbeiten oder jobben, studieren oder was auch immer es ist, wofür du dich entscheidest.

Das wichtigste ist, dass du einen Traum hast; sei es ein Jahr in Amerika, ein Segeltörn um die Welt, einmal den Jakobsweg gehen oder eine Wanderung über die chinesische Mauer – wenn Du weißt was du willst kannst du auch darauf hin arbeiten.

Pack’s an!

XOXO

Sarah

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